Unsere Prestigeprojekte

Wir bei Hilti produzieren nicht nur Werkzeuge zum Bau der spektakulärsten Gebäude und Brücken. Wir tun noch viel mehr. Hier ein paar Beispiele unserer aktuellen spannenden Projekte.

Shinkansen, Asien

Mit Top-Speed für Japans High-Tech-Hochgeschwindigkeitszug

Nicht umsonst sind wir offizieller Produktlieferant bei einem Ausnahmeprojekt in Sachen Geschwindigkeit, Effizienz und Sicherheit.

Es geht um den berühmten japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen, jenes hochmoderne Schienennetzwerk, das derzeit Vorbild für viele andere Länder ist. Hilti sorgt dafür, dass dieses High-Tech-Fahrzeug stets reibungslos funktioniert.

Das Schienennetzwerk des Shinkansen umfasst 2.600 Kilometer, die Züge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h. Zu dem Netz gehören auch verschiedene Nahverkehrslinien für den Pendelverkehr.

Der Original Tōkaidō Shinkansen, der Tokio und Osaka verbindet, befördert im Jahr 151 Millionen Passagiere und ist damit der meistgenutzte Zug dieser Art. Die Züge sind hier noch länger und der Takt noch enger als bei den meisten anderen Hochgeschwindigkeitslinien. Zu Hauptverkehrszeiten fahren bis zu 13 Züge mit 16 Waggons und 1.323 Sitzplätzen pro Stunde in jede Richtung.

Die Pünktlichkeit des Shinkansen ist legendär: Die Verspätungen pro Jahr belaufen sich auf nur wenige Sekunden. Das liegt zum einen an der robusten Technik, zum anderen an der aussergewöhnlich guten Wartung der einzelnen Teile.

 

Die Linienbetreiber sind hier auf höchsteffiziente Ingenieursarbeit in sehr engen Zeitfenstern angewiesen. Pro Nacht bleiben nur vier Stunden zwischen dem letzten Abendzug und dem ersten Morgenzug, um Wartungsarbeiten und Streckenkontrollen vorzunehmen.

Das Hilti-Vertriebsteam Ost-Japan stellt dem Shinkansen Vertragspartner für Wartungsarbeiten, Rent Corporation, ein Beratungsteam zur Seite, das bei der Auswahl der besten Produkte für die jeweiligen Arbeiten behilflich ist. Unser Akku-Schlagschrauber SIW 22 T-A etwa erreicht in kurzer Zeit eine enorme Durchschlagskraft. „Das Gerät ist extrem flexibel, der Akku hält lange und lädt schnell, es wiegt nicht viel und ist absolut zuverlässig”, versichert Nobuaki Isshiki, stellvertretender Geschäftsführer von Rent Corporation in Ost-Japan.

Hilti liefert nicht nur die nötigen Werkzeuge, sondern auch diverse Business-Lösungen. So kann der Kunde je nach Bedarf die Geräte entweder kaufen oder mieten. „Für grosse Vertragspartner wie Shinkansen übernehmen wir auch das Flottenmanagement“, so Hidekazu Takahashi, Großkundenberater der Hilti-Mietgeräteabteilung in Japan.

„Das Ganze ist ein sehr spannendes Projekt“, erzählt er weiter. „Shinkansen verbindet bereits alle grossen Städte auf den Inseln Honshu und Kyushu, und neue Linien sind bereits in Planung. So soll 2016 etwa die nördliche Insel Hokkaido dazukommen. Es ist toll, ein Teil dieser neuen Entwicklungen zu sein.”

MAX IV lab, Europa

So bringen wir in Schweden die internationale Wissenschaft voran

Wir sind sehr stolz, beim MAX IV Labor an der Universität Lund dabei gewesen zu sein, eines in der Welt einzigartigen Projekts zur Erzeugung von Synchrotronstrahlung, das gleichzeitig Schwedens grösstes Infrastruktur-Forschungsprojekt aller Zeiten ist.

Das Projekt Labor MAX IV wurde fünf Jahre lang entwickelt und im September 2015 erfolgreich abgeschlossen. Passenderweise pünktlich zur Sommersonnenwende 2016 wurde hier erstmals Licht produziert.

In wissenschaftlichen Kreisen steht die Universität Lund für exzellente Forschungseinrichtungen in den Bereichen Chemie, Physik, Medizin und Maschinenbau. Hier befindet sich auch das MAX-lab, wo Wissenschaftler aus aller Welt mit Hilfe von elektromagnetischer synchrotroner Strahlung verschiedenste Versuche machen, von der Archäologie über Nanotechnologie bis zur Elektronenspektroskopie.

MAX IV ist das MAX-lab der neuesten Generation: Hier finden sich 28 Strahlenführungen und 19 Experimentierstationen für bis zu 2.000 Forscher pro Jahr.

Mit der doppelten Kapazität der Vorgänger-Labore MAX I, MAX II und MAX III benötigte die Einrichtung die allerneusten Technologien im Bereich Elektromagnetische Strahlung sowie absolut zuverlässige Sicherheitsvorkehrungen, die für ein Forschungszentrum dieser Art unbedingt nötig sind.

Die Errichtung des Zentrums wurde gemeinsam mit dem schwedischen Bauträger Peab und Wihlborgs vorgenommen. Hilti war hier ein wichtiger Partner für die Bereiche Vermessung, Setzen der Anker, Befestigungstechnik und Installationssysteme.

Auch unser umfangreiches Know-how in Sachen Ingenieurwesen war hier gefragt. Wir waren mit speziellen Fachleuten vor Ort, die ein massgeschneidertes System für die Traversen-Befestigungskonstruktion entwickelt haben, das um ein Vielfaches zeit- und kosteneffizienter war als konventionelle Systeme.

Ausserdem installierten wir gemeinsam mit Imtech Nordic Heizungs- und Sanitäranlagen sowie Sprinkler und Aufbereitungssysteme. Ein Gebäude mit derartig intensiver Nutzung benötigt darüber hinaus robusten Schutz vor Vibration und Lärm. Unsere Ingenieure halfen vor Ort bei der Planung und Kalkulation und stellten dabei stets die ständige Verfügbarkeit hochwertigster Installationsmaterialien sicher.

Die Träger wurden beispielsweise mit Hilti Werkzeugen vorbereitet, was zur schnellen Abwicklung und Effizienz des Projekts beitrug. „Die Träger wurden fertig zugeschnitten, markiert und gebündelt geliefert“, so Krister Andersson, Projektmanager bei Imtech Nordic. „Damit konnten wir in den verschiedenen Bauphasen 30 % Zeit sparen.”

Die Konstruktion wurde in zwei Hauptphasen unterteilt. Zuerst wurde ein 420 Meter langer Tunnel mit einem Durchmesser von 10 Metern und zwei Meter dicken Betonwänden gebaut, um darin den synchrotronen Linearbeschleuniger unterzubringen. Danach wurde ein neues Labor für den grossen Speicherring errichtet, ein rundes Gebäude mit 12 Meter hohen Decken und einem Umfang von 650 Metern. Zudem errichteten wir verschiedene neue Büros, ein Besucherzentrum sowie einige technische Gebäude. Insgesamt sind hier auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern rund 20 Gebäude entstanden.

Dank der Investitionen in MAX IV wird in dem Gebiet um die Stadt Lund ein neuer Stadtbezirk entstehen, der viele Unternehmen, Anwohner und Besucher anziehen wird. Schätzungen zufolge werden in diesem neuen Stadtteil einmal 50.000 Menschen arbeiten und leben.

Es ist immer ein tolles Gefühl, bei einem so grossen Projekt dabei zu sein – vor allem, wenn es sich dabei um so ein phänomenales Projekt handelt wie MAX IV.

U.S. Bank Stadium, Nordamerika

Ein Tempel für die Fans der Minnesota Vikings

Es ist immer faszinierend, die Skyline einer Stadt zu gestalten. Das Besondere an diesem Projekt war, dass wir nicht nur die Silhouette von Minneapolis verändern konnten, sondern auch Amerikas beliebtester Sportart eine neue Spielstätte verschaffen konnten.

Das U.S. Bank Stadium ist die beeindruckende neue Heimat der NFL-Mannschaft Minnesota Vikings. Hier wird auch 2018 der Super Bowl LII stattfinden. Im Jahr 2019 wird hier das Final Four der College-Liga NCAA im Basketball der Männer ausgetragen. Wir sind sehr stolz, dass sowohl unsere Produkte als auch unser Fachwissen bei diesem gigantischen Bauprojekt gefragt waren.

Das über 30 Stockwerke hohe U.S. Bank Stadium liegt mitten im Herzen von Minneapolis. Es hat nicht nur ein sehr eigenwilliges Design, sondern bietet auch Platz für über 73.000 Menschen. Im Zuschauerraum befinden sich 131 Suiten, 8.000 Club-Plätze, 430 vergünstigte Sitzplätze sowie ein Vikings-Museum und eine Ruhmeshalle. Das geneigte Dach und die Fassaden sind lichtdurchlässig, die vorderen Fenster beweglich. Die Fans können also nicht nur bei gutem Wetter das Spiel geniessen, sondern bleiben auch an Regentagen trocken. Dazu gibt’s viel natürliches Licht und tolle Blicke auf die Stadt.

Bei dem Projekt im Wert von US$ 1,1 Mrd. wurde von Anfang an auf Hilti Produkte gesetzt. Darüber hinaus haben wir mit unseren Teams vor Ort auch unsere Technologien, Dienstleistungen und unser Fachwissen zur Verfügung gestellt.

 

 

Unserer Erfahrung nach wollen solche gross angelegten Projekte so frühzeitig wie möglich geplant werden. Wir haben also von Anfang an alle nötigen Aufgabenbereiche besetzt, um Berichte für die wichtigsten Entscheidungsträger anzufertigen. Wir hatten bereits sehr gute Beziehungen zu den Architekten von HKS und dem Bauträger Mortenson, auf die wir uns berufen konnten, um die verschiedenen am Projekt beteiligten Teams kennenzulernen.
 
Wir mussten jede Vertragsfirma auf der Baustelle kennen und alles über ihre Branchen und Geräte wissen. So konnten wir die Anforderungen für Bau und Technik genau definieren und für jede Aufgabe das effizienteste Werkzeug empfehlen.

„Bei über 100 Vertragsfirmen, die gleichzeitig auf der Baustelle tätig waren, war es eine grosse Herausforderung, immer zu wissen, wer was macht“, so Hilti Regionalmanager Curt Lehman, „aber genau darauf kam es an.“
Bei der Konstruktion selbst lautete die Devise: hoch, tief, weit. Wir haben sämtliche wichtige Brandschutzprodukte sowie die Befestigungstechnik geliefert. Unser HY 200 Injektionsmörtel war beim Bau des Vikings-Stadions so beliebt, dass dieser danach auch in den Stadien für die San Francisco Giants und die Atlanta Falcons zum Einsatz kam.

Beim U.S. Bank Stadium geht es aber nicht nur darum, prestigeträchtige nationale Wettbewerbe auszurichten. Das Gebäude ist ein enormer Gewinn für die Stadt Minneapolis und steht 355 Tage im Jahr für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung: Highschool-Events und Amateur-Sportveranstaltungen wechseln sich hier ab mit kulturellen Ereignissen, Kongressen und Konzerten. Und genau dieser Mehrwert für die Menschen ist es, der diese Baumaßnahme für uns bei Hilti zum Herzensprojekt macht.